Wettbewerbsfähigkeit Norwegens 2008

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Fertig.gif Dieser Artikel wurde durch den Review-Prozess vervollständigt und korrigiert. Der Bearbeiter hat den Artikel zur Bewertung eingereicht. --Juliane Rammelt, Marie-Christin Lehmann, Alexandra Fynnau, Christiane Köfer, Franziska Stephan

Norwegens Eckdaten

Flag.gif Norwegen map.gif
Ofizieller Name Königreich Norwegen
geschichtliches Gründungsjahr 885
Einwohner 4.610.820 (Stand 2006)
Hauptstadt Oslo (520.000 Einwohner)
größte Stadt Oslo
Amtssprache norwegisch
Landesgrenze 2.544 km
Gesamtfläche 324.220 qkm
Landfläche 307.860 qkm
Wasserfläche 16.380 qkm
Angrenzende Länder Finnland, Schweden, Russland
Währung Norwegische Krone
Unabhängigkeit ab 26.Oktober 1905 (von Schweden)
Nationalfeiertage 17.Mai Tag der Verkündigung der Verfassung
Religionen 88% Christen; 12% Sonstige
UNO- Mitgliedschaft seit 1945

[1]

Internationale Wettbewerbsfähigkeit Norwegens

Unter der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes kann man die Fähigkeit einer Volkswirtschaft gegenüber ausländischen Konkurrenten auf dem Markt bestehen zu können,verstehen. Diese lässt sich anhand von sechs Merkmalen konkretisieren.

Zum einen gibt der Außenhandelserfolg einen Anhaltspunkt zur Konkurrenzfähigkeit. Wie gut kann eine Nation ihre eigenen Produkte gewinnbringend im Ausland vermarkten? Dabei bezieht sich die Wettbewerbsposition auf die Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit im Zeitablauf. Norwegen ist der weltweit drittgrößte Rohölexporteur. Unter den Gasexporteuren der Welt steht es an vierter Stelle. [2] Des Weiteren erreichte das Land 2007 einen Haushaltssaldo von + 19% des BIP, welcher seit 2003 (8,3% des BIP) stetig angestiegen ist. [3]

Ein weiterer Aspekt zur Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit einer Nation ist die dynamische Anpassungsmöglichkeit , die von der schnellen und effizienten Entwicklung gegenüber ihren Konkurrenzländern abhängig ist. Die Anpassungsfähigkeit an die ökonomischen Bedingungen ist zudem ausschlaggebend für den internationalen Wettbewerb. Aufgrund des Spezialisierungszwangs auf den Öl- und Gasexport ist Norwegen stark abhängig von diesen Gütern. Somit ist die Anpassungsfähigkeit an sich wandelnde ökonomische Bedingungen beeinträchtigt.

Des Weiteren ist die Beurteilung der Standortwettbewerb von großer Bedeutung. Damit wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe von den spezifischen Produktionsbedingungen und den Standortfaktoren beurteilt. Der Grad der Wettbewerbsstärke wird anhand der ausländischen Direktinvestitionen und der Arbeitslosenquote gemessen. In Norwegen herrschte beinahe Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von 2,1% im Jahr 2007. [4]

Die Fähigkeit eines Landes, ein möglichst hohes Realeinkommen zu erzielen, ist zudem ein wichtiges Beurteilungskriterium der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Hierbei stellen ein hoher Lebensstandard und die Produktivität eines Landes relevante Gesichtspunkte dar. Norwegen hatte den höchsten Lebensstandard der Welt im Zeitraum von 2001 bis 2006 laut HDI- Rang. 2007 lag das untersuchte Land nur noch auf Platz 2. Außerdem ist das norwegische Pro- Kopf- Einkommen eines der höchsten in Europa.[5]

Ein weiteres Merkmal stellt die technologische Wettbewerbsfähigkeit dar, welche die Aneignung neuen technischen Wissens und die Umsetzung dessen beinhaltet. Norwegen entwickelt innovative Technologien in der Ölwirtschaft und setzt diese effizient ein, zum Beispiel die Entwicklung von Konzepten zur Erschließung der Ölfelder. [6]

Zu dem spielt die Politik eine wesentliche Rolle, die zum Beispiel durch das Erlassen von Gesetzen die Wirtschaft positiv und negativ beeinflussen kann. Da Norwegen landwirtschaftlich kaum nutzbar ist, stellt der Staat den Landwirten die weltweit höchsten Subventionen zur Verfügung. [7] Somit greift die Politik positiv in das Wirtschaftsgeschehen ein.

Nach dem „World Competitive Yearbook 2007“, indem 55 Länder nach ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit beurteilt werden, liegt Norwegen auf Platz 13 und somit noch vor Deutschland. [8]

Spezifizierung

Sektorale Leistungsfähigkeit im Außenhandel

Allgemeines

Unter sektoraler Leistungsfähigkeit im Außenhandel kann man die Fähigkeit eines Landes zum Wettbewerb in ausgewählten Bereichen auf (Sektoren)auf dem Gütermarkt verstehen. Die komparativen Vorteile eines Landes sind auschlaggebend für den Außenhandel.Ein Land verfügt bei der Herstellung eines Gutes über einen komparativen Vorteil, wenn die Opportunitätskosten für dessen Produktion ,ausgedrückt in anderen Gütern ,niedriger sind als in anderen Ländern.[9] Bedeutend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes auf den Gütermärkten ist dessen Ausfuhrüberschuss. Der Ausfuhrüberschuss Norwegens im Jahr 2006 berechnet sich wie folgt:

Gesamte Exporte Norwegens – Gesamte Importe Norwegens = Ausfuhrüberschuss Norwegens ( Net Trade )

Export Import Net Trade (all in thousand US$)
121,623,590 64,182,800 57,440,790

[10]

Bezug zum offenbarten komparativen Vorteil(RCA)

Den komparativen Vorteil eines Landes bezogen auf ein einzelnes Gut oder eine Gütergruppe bezeichnet man dann als offenbart, wenn er durch vorliegende Außenhandelsdaten tatsächlich nachgewiesen werden kann. Die offenbarten komparativen Vorteile werden nachfolgend in vereinfachter Form anhand der absoluten Handelsbilanzüberschüsse ,welche identisch mit dem Net Trade sind, dargestellt.[11]

Das zweistellige und vierstellige harmonisierte System

Das zweistellige harmonisierte System (HS2) ist eine grobe Gliederung ähnlicher Güter in Sektoren (Gütergruppen), welches sich durch seine zweistelligen Kennziffern charakterisieren lässt. Die drei stärksten Sektoren Norwegens, gemessen an deren Ausfuhrüberschuss, sind der Tabelle zu entnehmen.

HS2 Net Trade in thousand US$
27-Minerale Brennstoffe,Öle,Destilationsprodukte,etc. 79,647,651
03-Fisch,Krustentiere,Weichtiere,etc. 4,897,518
99-Güter,die nicht anderweitig näher bezeichnet sind 3,923,797

[12]

Entscheidend für die heutige wirtschaftliche Lage Norwegens ist die ÖL-und Gaswirtschaft. Die Öl-und Gasförderung betrug 2006 23,1% vom BIP und spielt, wie man anhand der obigen Tabelle sehen kann, eine bedeutende Rolle bezüglich des Ausfuhrüberschusses und somit auch bei der Exportstärke Norwegens. Norwegens Fischwirtschaft zählt ebenso zu den wichtigsten Sektoren bezogen auf den Export und stellt damit den zweit stärksten Sektor in der obenstehenden Tabelle dar. dar.[13]


Ausschlaggebend für das vierstellige harmonisierte System(HS4) ist, dass eine Unterteilung der Sektoren aus dem HS2 in einzelne Güter erfolgt. Es kennzeichnet sich durch seine vierstelligen Kennziffern. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die Güter mit dem höchsten Ausfuhrüberschuss aus den drei stärksten Sektoren ersichtlich.


HS4 Net Trade
27-Minerale Brennstoffe,Öle,Destilationsprodukte,etc. in thousand US$
2709-Rohöle 51,605,095
2711-Petroleum Gases 24,574,931
2710-Erdöle(nicht roh) 3,896,552

[14]

HS4 Net Trade
03-Fisch,Krustentiere,Weichtiere,etc. in thousand US$
0302-ganzer,frischer Fisch 2,224,202
0303-ganzer,gefrorener Fisch 1,074,387
0305-geräucherter oder roher Fisch,Fischmehl geeignet zum menschlichen Konsum 785,883

[15]

HS4 Net Trade
99-Güter,die nicht anderweitig näher bezeichnet sind in thousand US$
9999-Güter,die nicht anderweitig näher bezeichnet sind 3,923,797

[16]

Die wichtigsten Außenhandelspartner Norwegens

In den nachfolgenden Tabellen werden die wichtigsten Außenhandelspartner Norwegens überhaupt und die wichtigsten Außenhandelspartner in den drei stärksten Sektoren,gemessen am Außenhandelsumsatz(Export+Import), dargestellt.Eine Erklärung dessen,weshalb der Außenhandel zwischen diesen Ländern am stärksten ist,erfolgt später.


Die wichtigsten Außenhandelspartner Norwegens[17]
Die wichtigsten Außenhandelpartner Außenhandelsumsatz in thousand US$
UK 35,720,778
Deutschland 22,959,685
Niederlande 14,957,375
Sektor 27-Minerale Brennstoffe,Öle,Destilationsprodukte,etc.[17]
Außenhandelspartner Außenhandelsumsatz in thousand US$
UK 29,143,010
Deutschland 10,374,331
Niederlande 9,923,866
Sektor 03-Fisch,Krustentiere,Weichtiere,etc.[17]
Außenhandelspartner Außenhandelsumsatz in thousand US$
Frankreich 602,216
Russische Föderation 595,364
Dänemark 523,109


Sektor 99-Güter,die nicht anderweitig näher bezeichnet sind[17]
Außenhandelspartner Außenhandelsumsatz in thousand US$
Area Nes 4,155,672
Iran keine Angaben vorhanden
Östereich keine Angaben vorhanden

Bedeutung der geographischen Nähe,Ressourcenaustattung und Produktivität für den Außenhandel Norwegens

Das Gravitationsmodell des Welthandels als Erklärungsansatz für Norwegens komparative Vorteile

Dieses Modell besagt, dass bei steigendenBruttoinlandsprodukt eines Landes absolut mehr exportiert sowie importiert werden kann und dass die geographische Entfernung zwischen den Ländern ebenso maßgeblich für den Außenhandel ist . [18]Norwegens BIP pro Kopf betrug im Jahr 2006 186,5 KKS( Kaufkraftstandards) .Das BIP pro Kopf der wichtigsten Außenhandelspartner war deutlich niedriger.[19] Norwegen und seine wichtigsten Außenhandelspartner sind von der Nordsee umgeben . Das Vorhandensein von Erdöl-und Erdgasleitungen zwischen Norwegen und seinen Außenhandelspartnern ist bedeutend für die Raumüberwindungskosten bezüglich des Imports und Exports der beiden Güter.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Gravitationsmodell gut eignet, um Norwegens komparative Vorteile zu begründen.

Das Heckscher-Ohlin-Modell als möglicher Erklärungsansatz

Ein Land verfügt dann über einen Faktorreichtum, wenn es mit einer Ressource im Verhältnis zu anderen Ressourcen besonders gut ausgestattet ist. Daraus resultierend wird es die Güter exportieren, bei deren Produktion ihre reichlichen Faktoren intensiv genutzt werden.[20] Norwegen ist im Verhältnis zu seinen anderen Ressourcen besonders gut ausgestattet mit den Ressourcen Rohöl, Erdöl und Erdgas. Hier verzeichnet es seine größten Exporte auf dem Gütermarkt. Hauptsächlich importieren Norwegens wichtigste Außenhandelspartner diese Güter aus Norwegen.Dies lässt darauf schließen,dass deren Ressourcenaustattung bezüglich der 3 Güter nicht so stark ist wie die Norwegens.Somit kann man Norwegens komparative Vorteile ebenfalls aus dem Heckscher-Ohlin-Modell herleiten.

Das Ricardo-Modell

Das Ricardo-Modell führt den Außenhandel ausschließlich auf die unterschiedlichen Arbeitsproduktivitäten der beteiligten Länder zurück.[21] Die Arbeitsproduktivität Norwegens je Beschäftigten lag 2006 bei 159,1 KKS. Die wichtigsten Außenhandelspartner wiesen alle 2006 eine niedrigere Arbeitsproduktivität auf.[22] Damit wären Norwegens komparative Vorteile auch durch dieses Modell begründet.

Dynamische Analyse der Außenhandelsstruktur

Die nebenstehenden Portfolio-Analysen [23] zeigen die Wettbewerbsvorteile Norwegens, in dem der relative Weltmarktanteil im Verhältnis zum Weltexportwachstum beschrieben wird. Dabei wird zwischen der Struktur und der Dynamik des Außenhandels unterschieden.Die strukturelle Analyse des Exportes (oberes Bild) stellt dabei eine Zeitpunktbetrachtung (2006)dar, während es sich bei der dynamische Analyse des Exports (unteres Bild) um eine Zeitraumbetrachtung (2002-2006) handelt. In beiden Fällen werden die 20 meist exportierten Gütergruppen in einer Matrix zusammengefasst, die jeweils in vier Quadranten unterteilt ist.

Struktur der Analyse nach HS6

Strukturelle Analyse

Bei der strukturellen Analyse liegen das Weltexportwachstum Norwegens durchschnittlich bei 16,5 % und der Weltmarktanteil bei 1,069 %. Aufgrund dieser Werte wird die Matrix in vier Quadranten zerlegt („Champions“; „Underachievers“; „ Declining industries“; „Achievers in adversity“). Die wohl größten Exportgruppen im primären Sektor Norwegens sind die Erd- und Rohölgewinnung mit 31,34 % Exportwachstum und 6,01 % relativen Marktanteil. Dieser Wirtschaftszweig befindet sich in dem Quadranten der "Champions" (oben rechts), dass heißt, diese Gütergruppen bringen ein überdurchschnittliches Wachstum bei einem überdurchschnittlichen Marktanteil bezogen auf den Weltexport mit sich. Aufgrund dessen, dass Norwegen nur diesen einen großen Zweig im Primärsektor aufweisen kann, ist es wichtig, dass dieser langfristig gesichert wird. Deshalb hat die Regierung 1990 einen „Ölfond“ geschaffen, in dem alle Erträge aus den Ölexporten angelegt werden.[24]

Desweiteren exportiert Norwegen großen Mengen von Erdgas im Wert von 2184.36 US $ Millionen. Erdgas befindet sich im abnehmenden Sektor der „Achievers in adversity“, das heißt es liegt ein unterdurchschnittliches Exportwachstum (13,42 %) bei überdurchschnittlichem Weltmarktanteil (25,07 %)vor. Weiterhin spielen in dem Primärsektor der Fischfang/-Zucht (z. B. Lachs) und die Energiegewinnung (542.2 US $ Mio.) eine bedeutende Rolle. Beide Wirtschaftszweige gehören in den stark wachsenden Sektor („Champions“), der Fischfang weist einen der höchsten Marktanteile Norwegens auf (49,22 %) und macht 5 % des Gesamtexports des Landes aus.[25]

Aufgrund der großen Wasserressourcen, ist Norwegen in der Lage nahezu den gesamten Stromverbrauch durch heimische Wasserkraftwerke zu decken. Die Energiegewinnung weist ein Weltmarktwachstum von 25,14 % bei einem Marktanteil von 1,79 % auf. Ein Exportzweig der in Norwegens Außenhandel eher schlecht weg kommt, ist Maschinen und maschinelle Vorrichtungen mit einem Wachstum von 0,99 % bei einem Marktanteil von 15,45 %. Dieser Sektor grenzt sowohl an „Declining industries“ als auch an „Achievers in adversity“. Schlechte Exportchancen bestehen allerdings im Sektor der „Declining industries“, da dort sowohl der Marktanteil als auch das Wachstum sehr gering ist. Demzufolge gilt es abzuwarten in welche Richtung sich der Maschinensektor bewegt. Im Quadranten der „Underachievers“ (überdurchschnittliches Wachstum bei unterdurchschnittlichem Marktanteil) weist Norwegen keine Wirtschaftszweige auf.

Dynamik der Analyse nach HS6

Dynamische Analyse

Bei der dynamischen Analyse ist eine Zeitraumbetrachtung zusehen, bei der der Exportwachstum seit 2002 den relativen Veränderungen des Weltmarkanteils gegenübergestellt wird. Anhand der Portfolio-Matrix ist zu erkennen, dass Norwegens mengenmäßig größter Wirtschaftszweig (Erdölgewinnung) um 10,07 % auf 6,01 % gesunken ist. Bezogen auf die dynamische Analyse befindet sich der Erdölsektor im Bereich „Losers in growing sectors“. Die beiden Gütergruppen elektrische Energie und Fischfang weisen jeweils eine positive Veränderung des Weltmarktanteils (von 8,39 % und 4,16 %) auf. Sie liegen in „Winners in growing sectors“. Auch der Gasexport konnte seinen Marktanteil am Weltexport erhöhen. Er stieg um 22,2 % auf 25,07 % dennoch befindet er sich im abnehmenden Sektor („Winners in declining sectors“).

Erklärungsfaktoren und Triebkräfte

Die beiden Graphen [26] “Labour share in total factor productivity” und “Terms of trade” veranschaulichen die Veränderungen in den Jahren von 2002 bis 2006. Wenn man das linke Diagramm betrachtet, ist erkennbar, dass die Arbeitsproduktivität in Norwegen ab 2002 stetig gestiegen ist. Im Jahr 2005 nimmt sie allerdings etwas ab. Während bei den realen Austauschverhältnisse von 2002 bis 2006 ein starkes Wachstum zu verzeichnen ist. In diesem Diagramm werden die sowohl „Terms of trade“ der Güter als auch die der Dienstleistungen betrachtet.Berechnet werden die Terms of trade durch den Quotienten aus Exportpreise und Importpreise.


Arbeitsproduktivität
Terms of trade


Sektorale Standortattraktivität

Die Sektoren mit der stärksten Anziehungskraft für ausländische Direktinvestitionen

Die Standortattraktivität eines Landes wird von den harten (Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Ressourcenverfügbarkeit) und den weichen Standortfaktoren (Bildungs- und Kulturangebot) bestimmt. Je höher die Standortattraktivität, desto höher gestalten sich die ausländischen Direktinvestitionen (ADI). Die sektorale Standortattraktivität bezieht sich auf die Anziehungskraft einzelner Wirtschaftszweige. Die Ausprägung und Gewichtung der einzelnen Standortfaktoren variieren in den Sektoren.

Norwegen weist in den Bereichen Erdöl, Erdgas, Holz, Fisch und Eisen eine hohe Ressourcenverfügbarkeit auf, welche sich interessant für ADI gestaltet. Auf der anderen Seite sinkt die Arbeitslosigkeit seit 2003 kontinuierlich (Stand 2007: 2,5%), was zum Arbeitskräftemangel führt und potentielle ADI fernhält. [27] Die ADI in Norwegen sinken seit dem Jahr 2003. Sie betrugen 2003 rund 3,8 Mrd. US $, 2005 hingegen nur noch knapp 2 Mrd. Die Sektoren, die die stärkste Anziehungskraft für ADI im Jahr 2005 besitzen, sind Erdöl (2,78Mrd.), der Groß- und Einzelhandel (1,5Mrd.) und der Finanzbereich (83Mio) und sind starken Schwankungen unterworfen. Beispielsweise betrugen die ADI 2003 für Erdöl knapp 1 Mrd., 2004 nur noch 170 Mio., bevor sie dann im Jahr 2005 wieder sprunghaft auf fast 3 Mrd. anstiegen. Ebenso verhält es sich im Finanzsektor. Im Bereich des Groß- und Einzelhandels ist von Jahr zu Jahr ein deutliches Wachstum der ADI zu verzeichnen (2003: -209Mio, 2004: 960Mio). Negative ADI sind in den Sektoren der allgemeinen Geschäftsaktivitäten (2005: -1,6Mrd) und der Logistikdienstleistungen (2005: -25Mio) zu erkennen, welche auch schon seit 2004 anhalten. [28] Die gesamten ADI nehmen durch die Zunahme der negativen ADI ab, obwohl die positiven ADI seit 2003 stetig ansteigen.

Deutsche Firmen machen nur einen geringen Teil der ADI in Norwegen aus. Sie sind mit rund 2% beteiligt, was etwa 883Mio US $ entspricht. Der Grund hierfür ist, dass sich deutsche Unternehmen kaum an der Öl- und Gasförderung beteiligt haben, aber seit wenigen Jahren werden Firmen, wie RWE-DEA oder EON – Ruhrgas, auch in diesem Bereich aktiv und Norwegen wird attraktiver. Auch Großkonzerne, wie Siemens, Würth oder Grundig, investieren in diesen Standort. [29]

Die Bedeutung des komparativen Vorteils

Der komparative Vorteil spielt für die sektorale Standortattraktivität eine bedeutende Rolle. Die stärksten Exporte 2006 konnte Norwegen in den Sektoren Öl/mineralische Ressourcen (82,5Mrd), Aluminium (5,3Mrd) und Fisch, Krustentiere, Muscheln (5,3Mrd) verzeichnen. Dies deutet darauf hin, dass Norwegen in diesen Sektoren einen komparativen Vorteil besitzt und Produkte im Vergleich zu seinen Handelspartnern günstiger erzeugen und abbauen kann. Diese Bereiche leisten somit einen entscheidenden Beitrag ADI anzuziehen. Der Ölsektor übt, wie bereits oben erwähnt, die stärkste Anziehungskraft auf ausländische Investoren aus. [30] Die wichtigsten norwegischen Importgüter für Deutschland sind Öl, Gas, Fisch und Aluminium. Dies zeigt komparative Vorteile gegenüber Deutschland auf und zieht dadurch deutsche Investoren an, um in Norwegen kostengünstiger zu produzieren.

Die Bedeutung der Importsubstitution

Auch die Importsubstitution ist wichtig für die Höhe der ADI eines Landes. In Norwegen steigen die Importe seit dem Jahr 2003 kontinuierlich an. Zum Beispiel im Agrarsektor von 940Mio im Jahr 2003 auf 1,3Mrd US $ im Jahr 2006. Auch andere Sektoren, wie Metall/metallische Produkte (2003: 4,7Mrd, 2006: 9,8Mrd) oder Maschinen (2003: 4,5Mrd, 2006: 8Mrd) verzeichnen einen Exportzuwachs. Trotz der weltweit höchsten Agrarsubventionen steigen die Importe von Produkten aus diesem Sektor immer weiter an. Das steigert das Interesse für ADI, da die Produktion in Norwegen durch hohe Zahlungen vom Staat unterstützt wird und auch Preise auf dem Markt leichter durchzusetzen sind. Die niedrigen Importe im Sektor Erdöl und –gas (durchschnittlich 140Mio.) sinken seit 2005, was darauf zurückzuführen ist, dass der Weltpreis für Rohöl seit geraumer Zeit immer weiter steigt und Norwegen auf seine eigenen Ressourcen zurückgreift, um Unabhängigkeit vom weltweiten Ölmarkt zu erlangen. Durch die Konzentration auf eigene Ölressourcen ist der Preis für Rohöl in Norwegen niedriger. Durch diese Importsubstitution werden weitere ADI in diesem Sektor angezogen. [31]

Norwegen weißt in seinen exportstärksten Sektoren eine starke Anziehungskraft für ADI auf, welche jedoch jährlichen Schwankungen unterworfen sind. Erdöl wird auch in den nächsten Jahren der stärkste Sektor Norwegens bleiben.

Analyse der ausländischen Direktinvestitionen im Untersuchungsland

Um die Frage nach ausländischen Direktinvestitionen in Norwegen zu klären, sollte zunächst der Begriff näher erläutert werden.

Ausländische Direktinvestitionen (ADI oder Foreign Direct Investment, FDI) sind längerfristige Investitionen in Unternehmen, bei denen der ausländische Investor ein beachtliches Mitentscheidungsrecht (gemäß UNCTAD-Definition mindestens 10%) erhält. Generell lassen sich ADI in zwei Kategorien einteilen: in Greenfield Investments, d.h. Neugründungen, und Mergers and Akquisitions (M&As), d.h. Fusionen und Übernahmen bestehender Unternehmen.[32]

Rang stärksten Sektoren ADI in US$ Mio
1 Erdöl 2,780.4
2 Groß- und Einzelhandel 1,522.4
3 Finanzdienstleistungen 83.8

[33]

Laut UNCTAD lassen sich im Speziellen 4 Motive kategorisieren und eine weiteres ist eine Sammelgröße für „Randmotive“.

Das wohl signifikanteste Motiv für ausländische Direktinvestitionen ist das absatzorientierte, sogenannte marktet-seeking. Dadurch sollen Handelsbarrieren umgangen und somit auch hohe Transportkosten für große Mengen an Gütern vermieden werden. In vielen Fällen wird deswegen eine Präsenz vor Ort gegenüber dem Export bevorzugt. Manche Märkte weisen ein großes Volumen (und unter Umständen ein noch größeres Zukunftspotenzial) auf, so dass Unternehmungen sich davon eine Ausweitung ihrer Absatz- und Produktionsvolumen versprechen. Dies spielt für die Investoren in Norwegen eine große Rolle, da es sich hierbei um das nördlichste Land Skandinaviens handelt. Somit gilt es, lange Wege zu überwinden. An Hand dieses Zweckes der Überwindung von großen Strecken zwischen den Länder und damit verbundener Transportkosten sowie die Abhängigkeit von der Marktgröße des zu investierenden Landes lässt sich dieses Motiv nach dem Gravitationsmodell kategorisieren (siehe 3.1.5.1).[34] Norwegen befand sich 2005 an 14. Stelle der ADI in der Branche Groß- und Einzelhandel mit 1,522.4 Mio US$.

Ein weiteres Motiv ist das resource-seeking.[35] Beschaffungsorientierte Motive umfassen den Zugang zu bestimmten Ressourcen, vor allem zu knappen Ressourcen. Dies können natürliche Ressourcen (Rohstoffe), menschliche Ressourcen (qualifiziertes Personal) oder finanzielle Ressourcen (günstiges Kapital) sein. In vielen Fällen geht es dabei jedoch nicht nur um die Möglichkeit der Beschaffung von Ressourcen, d.h. um deren Existenz, sondern vor allem um das Ausnutzen von Kostenunterschieden. [36] Diese Faktorausstattung mit Rohstoffen spricht eindeutig für das Heckscher-Ohlin-Modell (siehe 3.1.5.2). Norwegen ist reich an Wasser-, Wald- und Fischressourcen sowie Erdöl. Dies sind jene Faktoren, die bis heute strukturbildend für die heimische Industrie sind. Besonders zugute kommt es damit der Metallerzeugung, der chemischen Industrie sowie der Holzverarbeitung. Dies spiegelt sich auch in den Direktinvestitionen des Landes wieder. Die ADI in der Petroleumbranche stiegen von 1,049.8 Mio US$ im Jahr 2003 auf 2,780.4 Mio US$ in 2005. Damit macht Norwegen weltweit den 3. Platz bei der Attraktivität der ADI in dieser Branche.

Das effizienzorientierte Motiv (efficiency-seeking) hängt stark von den Bedingungen des Landes ab. Es zielt auf den Gewinn von internationaler Integration der Produktions- und Dienstleistungsaktivitäten ab. Weiterhin gehört der Wunsch, Größenvorteile (Fixkostendegressionen und Economies of Scale) und Verbundeffekte zu realisieren, dazu. Dieses Modell ist aufgrund der steigenden Skalenerträge beim Ricardo-Modell einzuordnen (siehe 3.1.5.3). Durch eine Direktinvestition im Ausland soll das gesamte Produktions- bzw. Absatzvolumen einer Unternehmung erhöht werden, wodurch z. B. Einsparungen im Einkauf beabsichtig sind.[37] Die Finanzbranche ist mit 83.8 Mio. US$ hier einzuordnen.

Das vierte Motiv ist das created asset seeking. Hierbei geht es um die technologischen Kompetenzen des zu investierenden Landes. Ausländische Investoren investieren folglich in ein Land, von dem sie sich neues technologisches Wissen und Innovationen vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung versprechen. Norwegen verfügt über eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Forschungsinstituten. Im Jahr 2003 beschäftigte der norwegische Forschungsbereich insgesamt 51.000 Menschen. Die Anzahl der Personen, die an Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Industrie beteiligt sind, ist in den letzten Jahren stark angestiegen. [38] Dieses Modell lässt sich nach dem Heckscher-Ohlin-Modell kategorisieren.

Das wohl bedeutendste Motiv für ADI in Norwegen ist folglich das resource-seeking. Vor allem im Bereich der Forschung und Entwicklung sind viele Potenziale zu erkennen, welche in Zukunft für ausländische Investoren interessant sein könnten.

Sektoraler Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen

(Stand 2005) Norwegen hat in der Vergangenheit ein sehr gutes Standbein auf den Auslandsmärkten erlangt. Durch beispeilsweise die Vollbeschäftigung und dem höchsten Realeinkommen Europas wird Norwegen immer wettbewerbsfähiger. Zudem stiegen die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) in dem Zeitraum von 2003 bis 2005 um 58%. Den größten Teil der gesamten ADIs zogen dabei folgende Wirtschaftszweige an:

  • Gas- und Ölforderung 31%
  • Industrie 28%
  • Finanzdienstleisungen 17,8%- dazu gehören zusätzlich Immobilien, Versicherungen und sonstige Dienstleistungen. [39]

Somit sind der Erdöl- (2.780,4 Mio. US$) und der Groß- und Einzelhandelssektor (1.522,4 Mio. US$) am stärksten. An abgeschlagener dritter Stelle ist das Finanzwesen mit lediglich 83.8 Mio. US$ angezogenen ADI.

Zur Beurteilung der Wettbewerbsstärke ist es notwendig die Beziehung zu den Konkurrenten zu betrachten.

Der Erdölsektor

Das Land hat die weltweit drittgrößte Offshore- Öl- und Gaswirtschaft. Trotz des Erreichens des Höhepunktes der Erdölforderung auf der Kontinentalplatte, will die Regierung in diesem Offshore- Bereich weiter dominant bleiben. [40]

Norwegen ergreift die Chance, weiterhin dem starken Wettbewerb um ADIs auf den Erölmarkt standzuhalten und somit den dritten Platz der Weltrangliste gerecht zu werden.

Rang Länder ADI in US$ Mio
1 Russland 4.313,0
2 USA 2.924,0
3 Norwegen 2.780,4
4 Frankreich 2.737,3
5 Argentinien 2.066,7
6 Kolumbien 1.801,9
7 Trinidad und Tobago 813,0
... ... ...

[41]

Gegenüber Russland und den USA befindet sich Norwegen im Rückstand. Aber in Bezug auf 21 Länder, wie zum Beispiel Argentinien, Brasilien, Tunesien und Trinidad und Tobago, hat unser Untersuchungsland einen Vorsprung. Zwischen Frankreich (2.737,3 Mio. US$) und Norwegen (2.780,4 Mio. US$) dagegen herrscht nahezu Gleichstand.

Obwohl die drei attraktivsten Länder reich an Bodenschätzen sind, begründet sich der Rückstand Norwegens gegenüber Russland und den USA durch allgemeine Faktoren. Auf der einen Seite sind die flächenmäßigen Unterschiede zu beachten. Russland ist zirka 50mal und die USA fast 30mal so groß wie Norwegen.

Auf der anderen Seite ist der zeitliche Aspekt zu beachten. Russland war für Deutschland und die Ukraine zum Beispiel schon seit dem Kalten Krieg ein zuverlässiger Erdöl- und Erdgasförderer [42] und baut somit schon seit Jahrzehnten Vertrauen auf. In Norwegen wurde erst Mitte der siebziger Jahre an der norwegischen Küste Erdöl entdeckt. Seither spielt die Erschließung der Öl- und Gasreserven eine enorme Rolle für dessen Wirtschaft. Dadurch, dass sich Norwegen auf rasante Weise von einem der ärmsten Länder weltweit zu dem drittgrößten Öl- und Gasförderer mit Vollbeschäftigung entwickelte [43], ist es attraktiver als die meisten Länder, die ebenfalls um ADI in diesem Offshore- Sektor konkurrieren.

Groß- und Einzelhandel

Durch den gewonnen Wohlstand ist der Groß- und Einzelhandel ein weiterer attraktiver Sektor geworden. Durch die hohe Kaufkraft, die steigenden Konsumausgaben und die dadurch steigende Nachfrage fangen die Geschäfte in Norwegen im gesamten Industriesektor an auf Hochtouren zu laufen. Der zuständige Fachverband berichtet beispielsweise für den Einzelhandel 2007 von einem Zuwachsniveau von insgesamt 5%. [44] Durch diese sektorale Faktoren wird Norwegen immer attraktiver. Die Entwicklung in diesem Sektor steigt kontinuierlich an.

Rang Länder ADI in US$ Mio
1 USA 64.600,0
2 Großbritanien 13.820,0
... ... ...
11 Österreich 2.206,1
12 Irland 1.937,9
13 China 1.789,4
14 Norwegen 1.522,4
... ... ...
17 Finnland 1.237,4
18 Japan 1.188,5
... ... ...
21 Deutschland 1,101,6
... ... ...

[45]

Norwegen liegt im Bezug auf den Wettbewerb um ADIs auf Platz 14 von 70 registrierten Ländern. Auf den Ersten beiden Plätzen stehen die USA und das Vereinigte Königreich. Auf Platz 12 und 13 befinden sind Irland und China. Einen Vorsprung dagegen hat Norwegen zum Beispiel gegenüber Finnland, Japan und Deutschland. Etwa identisch ist es in diesem Sektor mit Brasilien.

Finanzdienstleistungen

Darüber hinaus gewinnen Finanzdienstleistungen immer mehr an Bedeutung und gehören aufgrund dessen zu den drei wichtigsten Sektoren. Norwegen befindet sich hierbei auf Platz 60 von 70 datierten Ländern in der Weltrangliste. [46]

Rang Länder ADI in US$ Mio
1 USA 41,408.0
2 Großbritanien 23,853.4
3 Schweiz 22,469.9
... ... ...
58 Mauritius 110.0
59 El Salvador 94.7
60 Norwegen 83.8
61 Armenien 34.1
62 Madagaskar 28.7
63 Dominikanische Republik 27.9
... ... ...

[47]

Die ersten drei Plätze belegen hierbei die USA, Großbritanien und die Schweiz. Norwegen steht in direkter Konkurrenz mit Mautitius und El Salvador. Hierbei hat es einen Rückstand. Einen Vorsprung hat unser Untersuchungsland lediglich gegenüber 9 Ländern, wie zum Beispiel Armenien und Madagaskar.

Fazit

Wie bereits erwähnt, liegt Norwegen auf Platz 13 von 55 erfassten Ländern des „World Competitive Yearbook 2007“. Der Grad der Standortwettbewerbsstärke wird anhand der ausländischen Direktinvestitionen (ADI) gemessen. Norwegen zog 2005 ADI in Höhe von 2Mrd US $ an. Die größten Erfolge zeichneten sich in den Sektoren Erdöl, Groß- und Einzelhandel und Finanzdienstleistungen mit insgesamt 4,385Mrd US $ ADI ab. Der nicht weiter spezifizierte Sekundärsektor, die Logistikdienstleistungen und die allgemeinen Geschäftsaktivitäten verursachten Verluste in Höhe von 2,488Mrd US $. [48] Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass sich die Wirtschaft Norwegens noch in der Aufbauphase befindet, aber davon auszugehen ist, dass sich der positive Trend in den nächsten fünf Jahren fortsetzt. Somit kann gesagt werden, dass Norwegen lediglich in drei Sektoren eine hohe Standortattraktivität aufweist. Bei der Branche Erdöl ist seit 2003 eine Steigerung der Direktinvestitionen bis 2005 um 165% zu verzeichnen. Grundlegend kann davon ausgegangen werden, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Norwegen kann demnach ADI anziehen, schafft es aber teilweise nicht, diese auf Dauer im eigenen Land zu halten. Dies wirkt sich negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit aus. Der Außenhandelserfolg ist ein weiterer Aspekt für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. 2006 wies Norwegen einen Außenhandelsüberschuss von 57,4Mrd US $ auf. Die stärksten Exportgüter nach HS4 sind frischer Fisch, Rohöl und Aluminium. Bei diesen drei Gütern ist seit 2002 bis 2006 ein trendmäßiger Anstieg der Exportzahlen zu verzeichnen. Dies lässt darauf schließen, dass auch in Zukunft ein Exportwachstum zu erwarten ist.Die niedrigsten Ausfuhrüberschüsse nach HS2 verzeichnete Norwegen 2006 in dem Sektoren Atomreaktoren,Boiler,Maschinen(-5,59 Mrd.US$) und im Sektor Fahrzeuge,die nicht Bahn und Straßenbahn betreffen(-5,92Mrd.US$).Norwegens Außenhandelserfolg weist somit auch Schwächen auf. [49] Mögliche Hemmnisse für den Wettbewerb Norwegens sind in der Größe des Landes, möglichen Wechselkursrisiken durch die Nicht-EU-Zugehörigkeit und staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft zu sehen. Norwegen schützt z. B. seine Landwirtschaft vor internationaler Konkurrenz und zahlt einer der höchsten Subventionen weltweit. Dabei trägt die Landwirtschaft nur noch 0,5% zum BIP bei und beschäftigt nur 2,6% der Erwerbstätigen.[50] Weiterhin treffen norwegische Industrieprodukte, darunter Fisch und Fischprodukte, in vielen Märkten noch immer auf Zollschranken. [51] Aus einer Prognose geht hervor, das Norwegen bis zum Jahr 2010 0,3% der weltweiten ADI anziehen wird. In den nächsten Jahren sollen vor allem die Sektoren Gesundheit, Finanzdienstleistungen und die Bauwirtschaft wachsen. Es ist davon auszugehen, dass somit auch die ADI weiter steigen. [52]

Quellen

Krugman,P/Obstfeld,M.: Internatinale Wirtschaft ; 7. Auflage; Pearson Studium ; 2007

Einzelnachweise

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  3. http://www.bfai.de/fdb-SE,MKT20071107115323,Google.html (Abgerufen: 28. April 2008, 17:05)
  4. http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Norwegen.html (Abgerufen: 03. Mai 2008, 19:21)
  5. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=STAT/06/166&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en (Abgerufen: 28. April 2008, 16:54)
  6. http://www.norwegen.or.at/business/oil/oilgas.htm (Abgerufen: 28. April, 17:12)
  7. http://www.derreisefuehrer.com/coutry/208/business/Europa/Norwegen.html (Abgerufen: 28. April 2008, 17:13)
  8. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/595/113482/ (Abgerufen: 28. April 2008, 16:49)
  9. In Anlehnung an Krugmann, Paul R. und Maurice Obstfeld, Maurice, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, Kapitel 3,S.39
  10. http://www.intracen.org/appli1/TradeCom/TP_EP_CI.aspx?RP=579&YR=2006
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  12. http://www.intracen.org/appli1/TradeCom/TP_EP_CI.aspx?RP=579&YR=2006
  13. http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Norwegen/Wirtschaft.html
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  51. http://www.norwegen.or.at/policy/trade/wto/wto.htm (Abgerufen: 26.Mai 2008; 16:24)
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Weblinks

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