Wettbewerbsfähigkeit Irlands 2008

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Die Entwicklung Irlands seit Anfang der 90er Jahre ist beispielhaft für die positiven Auswirkungen der Globalisierung. Irland trat 1972 als ärmstes Mitglied in die EWG ein, heute weist es das zweithöchste Prokopfeinkommen der EU vor. Im Ranking um die Platzierung im internationalen Außenhandel belegte Irland 2006 Platz 29, 2007 bereits Rang 14, Tendenz weiter steigend.

Irland.png

Einleitung

Der Begriff Internationale Wettbewerbsfähigkeit ist in diesem Zusammenhang als Wettbewerbsfähigkeit einzelner Volkswirtschaften zu betrachten und ist einerseits noch ein sehr unkonkreter, andererseits jedoch vielseitig definierbarer Begriff. Anders als bei einer einzelnen Unternehmung kann eine gesamte Volkswirtschaft nicht plötzlich vom Weltmarkt verschwinden, nur weil sie sich nicht als wettbewerbsfähig erweist. Demnach gibt es zahlreiche Ansichten nach denen der Begriff Wettbewerbsfähigkeit nicht auf ganze Volkswirtschaften bezogen werden kann.

Jedoch macht das stetig weitere Zusammenrücken internationaler Märkte, geprägt von raschem wirtschaftlich-technologischen Fortschritt sowie der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie dem damit steigenden internationalen Wettbewerb, die Existenz des Begriffes internationale Wettbewerbsfähigkeit unabdingbar. Vielmehr als um Konkurrenz der Länder handelt es sich bei der Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften um ein gegenseitiges Ausschöpfen des jeweiligen komparativen Vorteils eines Landes und der anschließenden globalen Ergänzung mit anderen Ländern. Erst dadurch wird die globale Weltwirtschaft ermöglicht. Nach zahlreichen Auffassungen hat der Begriff Wettbewerbsfähigkeit vier verschiedene Facetten.

Die erste Facette beschreibt die Ability to sell. Grundlage ist die Annahme, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft aus der Summe der Wettbewerbsfähigkeiten aller Unternehmen des Landes definiert. Ein Land gilt als konkurrenzfähig, wenn es in der Lage ist, seine Produkte auf ausländischen Märkten zu verkaufen. Die Messung der Wettbewerbsfähigkeit erfolgt im Zeitablauf anhand erreichter Veränderungen. Die Exportfähigkeit Irlands ist seit Anfang der neunziger Jahre enorm gestiegen. Heute beträgt das Pro-Kopf-Exportvolumen Irlands siebenmal so viel wie das der USA und viermal soviel wie das Großbritanniens.

Eine weitere Ausrichtung stellt die Ability to earn dar. Hierbei wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit als die Fähigkeit, ein möglichst hohes Realeinkommen zu erzielen definiert. Ziel ist ein möglichst hoher und gleichzeitig steigender Lebensstandard der Bevölkerung. In den letzten fünf Jahren war das Wirtschaftswachstum in Irland etwa dreimal so hoch wie in den übrigen EU-Ländern. Das Prokopfeinkommen stieg seit 1998 um 140% und ist das zweithöchste in der EU.

Dritte Auffassung ist die Ability to adjust. Eine besondere Rolle spielt hier die Anpassungsfähigkeit einer Volkswirtschaft an Marktentwicklungen und Marktanforderungen. Je schneller ein Land sich gegenüber seinen Konkurrenten entwickelt, desto dynamischer und effizienter ist es und erhält dadurch einen besonderen Vorteil für die Wettbewerbsfähigkeit. Irland zeichnet sich durch eine besonders reaktionsfähige und flexible Wirtschaft aus. Die Ursachen der schnellen Anpassungsfähigkeit sind in der geringen Größe des Landes zu suchen.

Die letzte Facette der Wettbewerbsfähigkeit spiegelt sich in der Ability to attract wieder. Hierbei spielt die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes für Investoren, insbesondere für ausländische Direktinvestitionen, eine große Rolle. Irland befindet sich im Ranking um ausländische Direktinvestitionen auf Rang 7, hierbei übernimmt die USA 70% aller nach Irland fließenden Direktinvestitionen. Besonders attraktiv sind die Pharma-, Medizin und Kommunikationsindustrie sowie die Softwareentwicklung.

Heute werden die vier Ausprägungen der Wettbewerbsfähigkeit zumeist in Verbindung betrachtet um schließlich die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes in seiner Gesamtheit beurteilen zu können.

Weitere Kriterien für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Irlands ergeben sich aus der geographischen Lage innerhalb Europas sowie der stabilen Wirtschaft seit Anfang der 90er Jahre. Irland konzentriert sich auf Innovation, ist äußerst reaktionsfähig auf veränderte Marktanforderungen und zukunftsorientiert mit einer jungen gut ausgebildeten Bevölkerung mit weitgehend internationaler Einstellung welche somit ein sehr flexibles Arbeitskräftepotential darstellt.

Sektorale Leistungsfähigkeit im Außenhandel

Zahlreiche Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung Irlands seit Anfang der 90er Jahre stellen die Grundlage des offenbarten komparativen Vorteils dar. Es gelang Irland durch die stetige Förderung offener Handelsbeziehungen besonders günstige Investitionsbedingungen mit niedrigen Steuersätzen und unkomplizierte Genehmigungsverfahren zu schaffen. Zudem betreibt Irland eine sehr erfolgreiche Bildungspolitik mit dem Ziel hochqualifizierter, schnell ausgebildeter, junger Arbeitskräfte. Die schnelle Entwicklung der Hochtechnologien und Industrien sowie die gut qualifizierte Bevölkerung haben zu einem kontinuierlichen Wirtschaftswachstum seit den 90er Jahren um jährlich ca. 5% geführt. Mit knapp 4% ALQ herrscht annähernd Vollbeschäftigung, das Prokopfeinkommen liegt um 37% über dem der BRD. Der somit erreichte hohe Lebensstandard in Irland führte zu einem starken Anstieg der Heirats- und Geburtenrate und folglich zu einer sehr positiven demographischen Entwicklung. Ein weiterer bedeutender Vorteil Irlands ist der hohe Flexibilitäts- und Anpassungsgrad bedingt durch die geringe Größe des Landes und der Bevölkerungszahl von nur 4,1 Mio. Diese positiven Bedingungen und Entwicklungen ermöglichen es Irland im Außenhandel hochgradig konkurrenzfähig zu sein. Der durch den Export bedingte Handelsüberschuss betrug 2006 US$ 32.342.326 bei einer gesamten Exporthöhe von US$ 108.851.929. Weltweit exportiert Irland 2367 Produkte auf 185 Märkte. Irland erwirtschaftet den größten Handelsüberschuss gemäß HS2 in den modernen Industrien. Die biochemische Industrie, sowie Pharma- und Kosmetikindustrie erwirtschaften alleine einen Handelsüberschuss von 120% und kompensieren somit die Handelsdefizite anderer Wirtschaftssektoren, wie bspw. der Kraftfahrzeugindustrie.Die genauen Angaben sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.

Branche Produkte EX in Mio US$ IM in Mio US$ EX-IM in Mio US§ Anteil in % am gesamten Handelüberschuss Anteil in % im jeweiligen Sektor
alle Branchen 108,85 765,09 32,34 100%
Biochemie 22,33 3,09 19,26 60% 100%
heterozyklische Verbindungen mit nitrogen Heteroatom und nuclearischen Säuren und Salzen 10,38 0.64 9,74 51%
heterozyklische Verbindungen 6,28 0,39 5,89 31%
organisch-anorganische Verbindungen 1,34 0,02 1,32 7%
Pharmaindustrie 16,80 2,31 14,49 45% 100%
dosierte Pharmaka 14,23 1,68 12,55 87%
menschliches und tierisches Blut, Antisera, Giften, Impfstoffen sowie mirkoorganischen Kulturen 0,95 0,20 0,75 5%
pharmazeutische Bestandteile, spezielle sterile Produkte, heilende Pflanzenteile (Lamania), Blutgruppenbestimmung 0,81 0,058 0,752 5%
Kosmetikindustrie 6,52 1,17 5,35 17% 100%
Duftstoffe, die innerhalb der Industrie als Rohstoffe verwendet werden 5,92 0,19 5,73 107%


Im Bereich der biochemischen Industrie befindet sich Irland mit 7% des gesamten Weltmarktexports dieser Branche auf Rang 4, hinter den USA, Deutschland und Belgien. Irland ist auf 65 Märkten mit 92 Produkten vertreten. Im Bereich HS4 erzielen besonders heterozyklische Verbindungen mit nitrogen Heteroatom und nuklearischen Säuren und Salzen den größten Anteil am Handelsüberschuss. Größter Abnehmer irischer Biochemie-Produkte sind mit 34% die USA gefolgt von der Schweiz und GB.

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Der zweitgrößte Sektor ist die Pharmaindustrie mit 44% des gesamten Handelsüberschusses und 5% Weltmarktanteil. Innerhalb des Sektors erwirtschaftet die traditionelle Produktgruppe der dosierten Pharmazeutika 87% des Überschusses. Eine weitaus größere Bedeutung hat jedoch die zweite Produktgruppe. Beim Export von menschlichem und tierischem Blut, Antisera, Giften, Impfstoffen und mikroorganischen Kulturen handelt es sich um sogenannte Star-Produkte, folglich wird in den nächsten Jahren mit einem enormen Aufschwung gerechnet. Wichtigster Handelspartner, im Bereich der Pharmaindustrie, sind mit einem Abnahmevolumen von 18,5% die USA.

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Den drittgrößten Handelsüberschuss erwirtschaftet Irland mit 17% in der Kosmetikindustrie. Weltweit befindet sich Irland mit 10% Marktanteil auf Rang 4. Irland exportiert 24 verschiedene Produkte in 127 Länder. Auch hier sind die USA wichtigster Handelspartner mit einem Abnahmevolumen von über 30%. Die Produktgruppe der Duftstoffe, welche innerhalb der Industrie als Rohstoffe verwendet werden, erzielt innerhalb des Sektors einen Handelsüberschuss von 107% und stellt somit das einzig profitable Exportgut innerhalb des Sektors dar und kompensiert andere Defizitprodukte.

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Die USA haben als wichtigster Handelspartner Irlands eine bedeutende Rolle. Mit zahlreichen Direktinvestitionen sind sie maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung und der positiven Entwicklung Irlands beteiligt und fördern durch die Abnahme der irischen Produkte die Kontinuität der Wirtschaft. Ursachen der starken Verbundenheit der USA mit Irland sind besonders in der gemeinsamen Historie zu suchen. Die starke kulturelle Verbindung relativiert die kilometermäßige Ferne.
Die anderen bedeutenden Handelspartner in den oben genannten Sektoren befinden sich größtenteils auf dem europäischen Festland und damit in geographischer und wirtschaftlicher Nähe. Der Außenhandel auf dem europäischen Festland ist durch die zunehmende Vereinheitlichung des europäischen Wirtschaftsraumes einfach und unkompliziert. Gegenüber den Ländern der EU hat Irland in den genannten Sektoren einen relativen Produktivitätsvorsprung sowie den Vorteil der relativen Faktorausstattung. Dieser Vorsprung liegt zum einen in der Natur der EU begründet, die vorsieht, dass jedes Land seine eigenen Gegebenheiten ausschöpft und der restliche Güterbedarf über europäischen Austausch stattfindet. Zum anderen hat Irland gegenüber den europäischen Ländern jedoch den entscheidenden Vorteil, dass es von der hohen Entwicklung der USA stetig profitiert.

Dynamische Analyse der Außenhandelsstruktur

Die Portfolio-Analyse stellt dem Weltnachfragewachstum dynamisch den nationalen Zuwachs an Irlands Weltmarktanteil und strukturiert Irlands’ Marktanteil gegenüber.

Diese Analyse (dynamisch/strukturiert) ist in vier Quadranten aufgeteilt: „Winners in growing sectors“/„Champions“(rechts oben), „Winners in declining sectors“/„Achievers in adversity“ (rechts unten), „Losers in growing sectors“/„Underachievers“ (links oben) und „Losers in declining sectors“/„Declining industries“ (links unten).

Dynamische Analyse
Strukturelle Analyse


Durch die dynamische und strukturierte Portfolio-Analyse der 20 meist-exportierten Produktgruppen Irlands wird ersichtlich, dass sich die wichtigsten Exporte auf die Faktoren des Sekundärmarktes beschränken, d.h. neben der verarbeitenden Industrie mit 31,99%, werden im Primärsektor Buntmetall-Erze, mit 51,73% am stärksten exportiert. Der Dienstleistungssektor profitierte von der lebhaften Inlandsnachfrage, und sowohl konsum- als auch unternehmensorientierte Dienstleistungen setzten ihren Aufschwung fort.

Dynamisch gesehen ist die Produktgruppe mit dem höchsten Zuwachs an Marktanteil (+29,23%) und stärkstem Exportwachstum (31,99%) die Raffinerie von Gas-Produkten/Erdöl. Diese Produktgruppe hat darüber hinaus auch einen sehr dynamischen Welthandelszuwachs. Der höchste Marktanteil in Irland, mit 4,92%, wird durch die Herstellung von chemischen Produkten erreicht. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind neben den Erzen auch Transportmittel und Maschinen, Textilien und chemische Erzeugnisse. Diese gehen direkt in den Export und werden daher nicht auf dem Binnenmarkt gehandelt. Neben den traditionellen Textil-, Nahrungsmittel-, und Getränkeproduktionsbetrieben sind die wichtigsten Industrien Metallverarbeitung, Maschinenbau, aber auch die chemische und pharmazeutische Industrie. Sehr dynamisch sind auch Bergbau und die Gewinnung von Naturstein, Erdöl, Recycling und die Raffinerie von Gas-Produkten/Erdöl. Die Produktgruppe mit dem niedrigsten Zuwachs an Marktanteilen (-29,56%) und einem allgemein sehr niedrigen Marktanteil von 0,35% ist die Fertigung von Fernseh- und Radio-Funksendern. Strukturell gesehen, hat die Fertigung von Spezial-Maschinerie den geringsten Marktanteil (0,14%). Die Warenausfuhr litt zum Teil unter branchenspezifischen Schwächen, aber auch unter dem fortgesetzten Wettbewerbsdruck. In günstigem Licht erschien der Export von Nahrungsmitteln und Getränken. Moderne Wirtschaftssektoren wie Chemie und Informations- und Kommunikationstechnik zeichneten sich eher wenig aus. Das Verlagswesen („Publishing“) nimmt aus Sicht der Exporte mit 5,69% am geringsten zu.

In beiden Fällen gute Werte, also hoher Marktanteil und relativ starker Exportzuwachs, sind in den Bereichen der Fertigung von alkalischen Chemikalien (Marktanteil: 3,84%; Exportzuwachs: 17,82%), der Herstellung von medizinischen Vorrichtungen, Instrumenten und Messgeräten (Marktanteil: 2,23%; Exportzuwachs: 14,36%) und bei der Herstellung von sonstigen Nahrungsmittel-Produkten (Marktanteil: 2,64%; Exportzuwachs: 12,31%) vertreten. Nur zwei Produktgruppen (Herstellung von alkalischen Chemikalien und anderen Chemie-Produkten) haben ein hohes Potential dazu, ein „Champion“ zu werden, d.h. hohen Marktanteil und zugleich hohen Exportzuwachs zu erwirtschaften. Das bedeutet, dass sie schneller als der Welthandel wachsen würden und Irland sich, aufgrund des hohen Marktanteils, auf diese Produktgruppen spezialisieren könnte. Als Herausforderung für Irland sind Produktgruppen wie die Fertigung von optischen Instrumenten und Fotografie-Ausstattung oder die Raffinerie von Gas-Produkten/Erdöl anzusehen, da sie trotz ihres relativ hohen Exportzuwachses einen sehr geringen Marktanteil aufweisen. Bei diesen Gruppen sollten Strategien entwickelt werden, um den Marktanteil zu steigern. Dazu müssten Quellen für entstandene Angebotsengpässe gefunden und Möglichkeiten für eine eventuelle Produktdiversifikation geprüft werden. Büro-, Buchhaltungs- und allgemeine EDV-Maschinerie und die Herstellung von Milchprodukten als Beispiel, erbringen wiederrum einen hohen Marktanteil für Irland, allerdings sinkt hier die Weltnachfrage bzw. wächst sie nicht über den Weltdurchschnitt hinaus. Hier sollten demnach bestimmte Marketingstrategien gefunden werden, die sich auf die besten Produkte der sinkenden Produktgruppen richten. Schlechte Exportaussichten/-chancen bestehen bei den Produktgruppen im Quadranten der „Declining Industries“. Hier stagnieren die Exporte und der Marktanteil liegt unter dem Durchschnitt aller Produkte. Unterstützungen des Handels ergeben kaum bzw. keine positiven Veränderungen mehr.

Arbeitsproduktivität
Terms of Trade



Der hohe Produktionszuwachs hat zum Aufbau von Lagern geführt und innerhalb der Eurozone wirkt die irische Inflationsdynamik kontraproduktiv.
Zwischen 2002 und 2006 sind die Terms of Trade für Irland immer wieder gesunken. D.h., dass die Preise der Importgüter schneller als die Preise der Exportgüter gestiegen sind.

Sektorale Standortattraktivität

Ausländische Direktinvestition (ADI) ist eine finanzielle Beteiligung von einem Investor (idR. Mutterkonzern oder Direktinvestor), in einem anderen Land, mit dem Ziel, dauerhaft (ist wenn die Beteiligung des Investors mindestens 10% des Kapitals an dem Direktinvestitionsunternehmen beträgt) einen Vorteil in einem Unternehmen zu erlangen. Es wird darauf abgesehen einen Einfluss auf die Geschäftspolitik auszuüben, Handelshemmnisse im eigenen Land zu entgehen, Steuervorteile sowie Subventionen zu erreichen. In den letzten 20 Jahren erlangte Irland, auf Grund enormer Entwicklung, einen hohen Zufluss an Direktinvestitionen.

In der nachstehenden Tabelle sind die für Irland stärksten ausländischen Direktinvestitionen für das Jahr 2004 aufgelistet. Stärkster Sektor ist der Finanzwesensektor mit US$ 99,144.6m, gefolgt vom Chemiesektor mit US$ 60,437.8m. Weiter abseits, aber trotzdem stark, sind die Sektoren Elektronik mit US$ 8,844.1m, Textilien mit US$ 7,591.0m und der Nahrungsmittelsektor mit US$ 6,544.9m. Irland liegt mit seinen stärksten ausländischen Direktinvestitionen im vorderen Feld was den Weltmarktanteil betrifft. So ist zum Beispiel erkennbar, dass der Sektor Chemie auf Platz drei für Export liegt.

Sektor Investitionsbestand aus dem Ausland mUS$ Weltrang für Export
Finance 99,144.6 5
Chemicals and chemical products 60,437.8 3
Electrical and electronic equipment 8,844.1 11
Wood and wood products (Textiles) 7,591.0 5
Food, beverages and tobacco 6,544.9 9


Komparativer Vorteil liegt dann vor, wenn ein Land ein Gut kostengünstiger herstellen kann, d.h. wenn die Opportunitätkosten geringer sind, als in einem anderen Land. Es findet somit Export statt.

Die folgende Tabelle spiegelt das Außenhandelsverhalten Irlands im Jahr 2006 wieder.

Sektor Export mUS$ Import mUS$ Netto-Handel mUS$
Chemicals and chemical products 52,004.2 9,536.7 42,467.6
Electrical and electronic equipment 25,564.6 20,090.0 5,474.6
Food,beverages and tobacco 10,128.6 5,171.8 4,956.8
Wood and wood products (Textiles) 689.6 1,956.6 -1,267.1


Zu sehen sind die Sektoren mit der stärksten Anziehungskraft. Bei den Sektoren chemicals und chemical products, electrical und electronic equipment und food, beverages und tobacco ist ein positiver Netto-Handel ersichtlich, der auch Ausfuhrhandelsüberschuss genannt werden kann. Folglich findet in diesen Sektoren mehr Export als Import statt, es liegt also ein komparativer Vorteil vor.

Das Ricardo Modell bezieht sich auf die Arbeitsproduktivität eines Landes. Arbeitskräfte Irlands stehen in einem ähnlichen Verhältnis zu der EU. Im Vergleich zu der USA und EU hat Irland geringe Arbeitslöhne. Die Förderung der Arbeitsproduktivität Irlands wird deutlich anhand erfolgreicher Bildungspolitik mit dem Ziel hochqualifizierter, schnell ausgebildeter, junger Arbeitskräfte. Weitere Indize für ausländische Direktinvestitionen weisen kostengünstige Produktionen auf, die aber auch qualitativ hochwertiger produziert werden im Vergleich zu der EU, niedrigste Körperschaftssteuer mit 12,5% innerhalb der EU sowie die jüngste Bevölkerung der EU mit 36% die unter 25 Jahre sind.

Gravitationsmodell ist abhängig von Bruttoinlandsprodukt (BIP) und von der geografischen Lage zu den Handelspartnern. Irland weist im Jahre 2004 eine Einwohnerzahl von 4,1 Mio. Menschen auf. Im Verhältnis zu anderen Ländern ist Irland ein relativ kleines Land. Irlands BIP ist in den Jahren von 2003 bis 2005 stetig gestiegen. Das Wirtschaftswachstum Irlands ist seit den 90er Jahren um jährlich ca. 5% gestiegen. Dies führte folglich zu mehr Exporten und Importen. Wichtigste Außenhandelspartner Irlands ist unter anderem die USA. Sie beteiligt sich mit 70% an ADIs für Irland, obwohl eine geografische Distanz zwischen beiden Ländern vorliegt. Hingegen liegen bei anderen Partnerländern (EU) eine geografische Nähe vor, die auch den Vorteil der geringeren Transportkosten, sowie Wegfall der Zölle und Grenzkontrollen mit sich bringen.

Hingegen entsteht bei dem Sektor wood and wood products ein negativer Netto-Handel. Dieser ergibt sich aus den Importen, die höher sind als der Export, d.h. hier liegt ein komparativer Nachteil (Importsubstitutionen) vor. Importsubstitutionen sind bisher importierte Güter, die nun im Inland hergestellt werden.

Analyse der ausländischen Direktinvestitionen

Direktinvestition (ADI) bezeichnet die finanzielle Investition eines Investors im Ausland liegendem Unternehmen (Tochtergesellschaft, Direktinvestitionsunternehmen).[1]

Um die Motive für ADI besser zu erfassen geht man von vier Grundmotiven aus in denen man die einzelnen Motive zuordnet und darin Klassifiziert.


  • market-seeking (absatzorientiert):

Umschließt die Suche sowie die Sicherung und den Ausbau neuer und bestehender Märkte im Investitionsland um u.a. Wettbewerbsdruck im eigenen Land zu entgehen, neue Kunden zu finden oder auch das Umgehen von Handelsbarrieren zu realisieren. Die Abhängigkeit von Marketseeking besteht in der Kernkompetenz einer ausl. Wirtschaft in den verschiedenen Branchen. Marketseeking beginnt üblicher weise mit der Suche in benachbarten Ländern, weil man mit diesen Vertraut ist und dies leichteren Zutritt ermöglicht als im Gegensatz zu entfernteren Wirtschaften (gem. Gravitationsmodell).


  • efficiency-seeking (effizienzorientiert):

Auf Grund von Kostenvorteilen gegenüber anderen Ländern wie niedrige Lohnkosten, günstigere Steuern, Subventionen usw. wird eine höhere Effizienz erreicht und somit Investitionen aus dem Ausland angezogen. In Niedriglohnländern wie z.B. China findet Efficiencyseeking statt um Effizienz bei Herstellung von hauptsächlich Produktionsintensiven Gütern zu realisieren. Desweiteren kommt es zur Herausbildung von Netzwerken, die zum einen Käufergesteuert (byer-driven) zum anderen Produzentengesteuert (producer-driven) sind (gem. Ricardo-Modell).


  • resources-seeking (beschaffungsorientiert):

Die Sicherung der Versorgung mit natürlichen Ressourcen steht hier im Vordergrund. Vorrangig Investieren Unternehmen aus dem Primärsektor in Länder wo die benötigten Rohstoffe vorhanden sind, die im eigenen Land entweder teuer und begrenzt oder überhaupt nicht existieren (z.B. Metalle, Diamanten, Öl usw.).Weiter bezieht sich dieses Motiv auf die Ausnutzung von Kostenvorteilen der Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital) im Investitionsland (gem. O.-H. Modell).


  • createt assset-seeking (wertorientiert):

Zielsetzung ist die Steigerung des Unternehmenswertes durch Nutzung strategischer Ressourcen (Strategic Assets) des Auslandes. Grundsätzlich geht es um den Zutritt zu ausländischen Wissensquellen (Knowledge-Seeking) und insbesondere zu lokal gebundenem Wissen (Tacit Knowledge), welches nicht international handelbar ist, sondern mehr durch persönlichen Kontakt am Arbeitsplatz weitergegeben wird. Multinationale Unternehmen führen deshalb verstärkt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Ausland durch, nicht selten in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen vor Ort, wie z.B. Universitäten, Institute, Organ usw. die auf dem betreffenden Gebiet dominant sind. Mit der Erreichung von mehr Effizienz bildet createt assset-seeking ein Konglomerat aus mehreren Motiven (gem. O.-H. Modell).



Unbenannt ADI.JPG


Vorrangig finden ADI im Sekundären (88,764.0 Mio. US$) und Tertiären (112,566.7 Mio. US$) Sektor statt. Im Primären Sektor finden kaum ADI statt, er wird nur unter unspezifiziert erfasst. Irland ist vermögend an Bodenschätzen (ÖL, Zinklieferant, Gold, Silber, Gips, Talk, Calcit, Dolomit usw.). Grund ist zum einen, das Irland seine Bodenschätze zum Großteil exportiert und selbst nutzt (resources-seeking), und zum anderen viele Vorkommen noch nicht richtig erschlossen sind.


Jahr 2005 2004 2003 2002
Bestand ADI mUS$ 163,530.0 204,819.1 222,959.8 182,897.4

Die obige Tabelle lässt erkennen, dass in Irland ein stabiles Klima an ADI herrscht



Analyse des ADI Zuflusses in Irland in mUS$

Jahr 2005 2004 2003
Business activities 1,519.7 50.9 -1,511.2
Electrical and electronic equipment 518.6 1,112.5 1,818.2
Chemicals and chemical products -6,234.1 5,708.0 8,169.0


Durch im laufe der Zeit gestiegenen Löhne und Zuwanderungen besteht in Irland hoher Bedarf an Wohnraum. Der dadurch entstandene Aufschwung im Immobilienmarkt öffnete massive Marktchancen (market-seeking) für ADI und macht ein Großteil der Business activities aus. Die Bauinvestitionen betrugen Ende 2006 über zehn Prozent des BIP Irlands.


Einer der „Zugpferde“ für ADI im Sektor Electrical and electronic equipment sind die weltweit führenden ICT Unternehmen (Information Communication Technologie), so sind in Irland sieben der zehn dominierenden ICT Unternehmen mit einer Beschäftigung von 45.000 Menschen angesiedelt (z.B. IBM, Intel, Hewlett Packard, Dell, usw.). Ausschlaggebend für die Investitionsentscheidung der ICT Branche sind die hervorragenden Qualifikationen des Fachpersonals (createt assset-seeking) sowie die dauerhaft tiefe Körperschaftssteuer von 12.5 %, welche damit Kosteneffizienz (efficiency-seeking) hervorruft.


Der Zufluss an ADI in die chemische Branche ist auf die in Irland seit den achtziger Jahren eingeleitete Bildungs- und Qualifizierungsoffensive zurück zu führen und somit ein wertorientiertes Motiv (createt assset-seeking). Ergebnis ist, dass den Unternehmen qualifiziertes Arbeitskräftereservoir zur Verfügung steht. Ein weiterer Grund für Standortwahl ist die strategische Nähe zum Absatzmarkt Europa (market-seeking).Besonders in der Pharmaka Branche sind hohe ADI zu verzeichnen (z.B. 6 von 10 und 12 von 25 der umsatzstärksten Medikamente der Welt werden in Irland hergestellt).

Sektoraler Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen

Bezug nehmend auf die vorhergehenden Betrachtungen lassen sich diverse Sektoren mit besonders hoher Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen ausmachen. So werden im Folgenden die Sektoren „Holz und Holzprodukte“, „elektrische und elektronische Geräte (Radio, TV, Kommunikation; Büromaschinen, Computer)“ sowie „Chemikalien und chemische Produkte“ für die weitere Darstellung des internationalen Wettbewerbs um ausländische Direktinvestitionen herangezogen, da sie sich durch hohe FDI und/ oder hohe Im- u. Exporte auszeichnen.

Holz und Holzprodukte (Werte in Mio. US$)
Irland Frankreich Schweden
FDI 1,6 2,0 1,1
Rang 2 1 3
Elektrische und elektronische Geräte (Werte in Mio. US$)
Irland China USA
FDI 0,5 7,7 5,3
Rang 7 1 2
Chemikalien und chemische Produkte (Werte in Mio. US$)
Irland USA China
FDI 5,7 11,9 2,7
Rang 2 1 3


Frankreich, die USA und China können für die genannten Sektoren als die wichtigsten Wettbewerber identifiziert werden. Nachfolgend werden diese Länder anhand wichtiger Faktoren, die die Standortattraktivität bestimmen, im Vergleich mit Irland näher untersucht.

Wirtschaftsfreiheit anhand des "Index of Economic Freedom 2008" der "Heritage Foundation & Wall Street Journal"
Irland USA Frankreich China
Wirtschaftsfreiheit 82,4% 80,6% 65,4% 52,8%
Kategorie Frei Frei Mittelgradig Frei Größtenteils Unfrei
Rang 3 5 48 126

Im europäischen Vergleich befindet sich Irland auf dem ersten Rang. In 8 der 10 Faktoren dieses Rankings erlangte Irland Werte teilweise weit über dem internationalen sowie dem europäischen Durchschnitt. Besonders hoch sind die Unternehmensfreiheit (92,2%), die Investitionsfreiheit (90%) und die Finanzfreiheit (90%). So ist es in Irland relativ problemlos ein Unternehmen zu gründen, zu führen sowie auch wieder zu beenden. Beispielsweise werden im Mittel nur 13 Tage für eine Unternehmensgründung benötigt, im Vergleich zum internationalen Durchschnitt von 43 Tagen. Die Regulierung der Wirtschaft durch den Staat ist gering. Ebenso sind die Inflation mit 2,2% wie auch die Arbeitslosigkeit mit 4,3% relativ niedrig (Werte von 2005). Weiterhin sind ausländische Investitionen nur in wenigen Sektoren eingeschränkt. In- und ausländische Investoren genießen gleiche Freiheiten. Die Finanzmärkte sind transparent und offen für ausländische Konkurrenz. Hervorzuheben ist der strenge Schutz der Eigentumsrechte. So bietet Irland einen der umfangreichsten rechtlichen Rahmen Europas für den Schutz von intellektuellem Eigentum.
Die für sich genommen niedrigsten Ergebnisse erzielte Irland in den Bereichen Steuerfreiheit (71,5%) und Freiheit vom Staat (64,5%). Eine hohe Einkommenssteuerrate (42% max.) und eine niedrige Körperschaftssteuer (mit bis zu 12,5% liegt diese weit unter europäischem Durchschnitt) führen zu einer Bewertung der Steuerfreiheit 3% unter dem internationalen Durchschnitt. Weiterhin sind die Staatsausgaben (inklusive Verbrauchs- und Transferzahlungen) insgesamt hoch (2005: 34,4% des BIP) und da der Staat trotz erheblicher Privatisierungsprozesse die Kontrolle über einige Schlüsselsektoren der irischen Wirtschaft hält, liegt die Freiheit in diesem Bereich ebenfalls 3% unter internationalem Durchschnitt.
Insgesamt bietet Irland eines der global unternehmensfreundlichsten Umfelder, insbesondere für Investitionen. Wegen seiner pro-wirtschaftlichen Regierungspolitik erhält Irland einen erheblichen Teil der U.S.-Investitionen in der Europäischen Union.

In den USA stark sind die Unternehmensfreiheit (91,7%), die Arbeitsfreiheit (92,3%) und der Schutz der Eigentumsrechte (90,0%). Besonders hervorzuheben sind die offenen Finanzmärkte, die die dynamischsten und modernsten der Welt darstellen.
Negativ fallen die hohen Steuersätze auf. So betragen die Einkommens- sowie die Körperschaftssteuer bis zu 35% was die USA in diesem Punkt weniger attraktiv für ausländische Investitionen macht als Irland.

Frankreichs beste Werte in punkto Wirtschaftsfreiheit liegen bei der Unternehmensfreiheit (87,1%), der Handelsfreiheit (81,0%) sowie der Währungsfreiheit (81,2%) was auf die Zugehörigkeit zur Europäischen Union zurückzuführen ist. Ebenso sichert dies eine niedrige Inflationsrate von zuletzt 1,9%.
Schlusslichter bilden die Steuerfreiheit (53,2%) und die Freiheit vom Staat (13,2%). Seit 2006 betragen die Einkommenssteuer bis zu 40% sowie die Körperschaftssteuer bis zu 33,8%.

China erzielt in 7 von 10 Bereichen Werte teilweise weit unter dem internationalen Durchschnitt. Besonders gering sind der Schutz der Eigentumsrechte (20,0%), die Finanz- und Investitionsfreiheit mit jeweils 30,0% sowie die Korruptionsfreiheit mit lediglich 33,0%.
Die größte Freiheit erzielt China im Bereich der Abhängigkeit von Staatsausgaben (89,7% Freiheit). Diese sind mit 18,5% des BIP im Vergleich niedrig. Weiterhin wird immer noch viel wirtschaftliche Aktivität vom Staat geleitet. An zweiter Stelle steht die Währungsfreiheit mit 76,5%, gefolgt von der Handelsfreiheit mit 70,2%. Ausländische Investitionen werden stark kontrolliert und reguliert. Ebenso ist das Rechtssystem in hohem Maße politisiert. Der Finanzsektor steht unter strenger Kontrolle durch den Staat, dem direkt oder indirekt alle Banken unterstellt sind. [2]

Irlands Standortattraktivität wird weiterhin bestimmt durch die günstige geographische Lage (u.a. guter Standort für internationale Distribution), wirtschaftliche Integrationen, internationale Telekommunikation, internationales Networking (aktives Engagement in internationalen Organisationen), Kostenvorteile (direkte Lohn- und Kapitalkosten), Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, weniger restriktives und leicht verständliches Arbeitsrecht sowie die direkte staatliche Unterstützung für die Ansiedlung neuer ausländischer Unternehmen durch Fördergelder.

Alle dargestellten Faktoren sind allgemeiner Natur, da jeder Wirtschaftssektor von ihnen positiv oder negativ beeinflusst wird. Sie wirken sich nicht nur auf einen bestimmten Sektor aus, was bei sektoralen Faktoren der Fall wäre.

Zusammenfassung

Irland - "The Celtic Tiger" - zeigt den beispiellosen Aufstieg eines verarmten landwirtschaftlich geprägten Landes zur hochgradig konkurrenzfähigen Hightech Industrienation.
Irlands Fähigkeiten der "Abilities to sell and to attract" sind von stetiger Verbesserung und Professionalität gekennzeichnet. So ist es Irland über zahlreiche Direktinvestitionen aus den USA gelungen unter die Marktführer im Bereich der biochemischen und pharmazeutischen Industrie zu gelangen. In dieser äußerst zukunftsorientierten Industrie liegen auch die großen Erwartungen für eine weiter steigende Konkurrenzfähigkeit und Marktführerschaft Irlands.
Das Jahr 2006 scheint der Höhepunkt der Wachstumsdynamik gewesen zu sein, da das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2007 und 2008 einen abgeschwächten Zuwachs verzeichnet und das Expansionstempo aufgrund des Rückgangs in der Wohnungsbautätigkeit auch nachlässt. Weiterhin wird der sinkende Verlauf der Terms of Trade weiter fortgesetzt, wogegen die Arbeitsproduktivität kontinuierlich zunimmt.
Die positive Entwicklung des Landes mit einem überdurchschnittlich hohen Prokopfeinkommen und somit hohem Lebensstandard sowie die annähernde Vollbeschäftigung sind jedoch auch zugleich die Grundlage für eventuell künftige Hemmnisse Irlands. Schon jetzt zeigt sich ein Arbeitskräftemangel der sich in den nächsten Jahren, bedingt durch die enorm schnelle wirtschaftliche Entwicklung und der relativ konstant bleibenden geringen Bevölkerungszahl, verstärken wird. Zudem ist davon auszugehen, dass die bereits heute überdurchschnittlich hohe Inflationsrate in den nächsten Jahren noch steigen könnte und somit einen Rückschlag in der aufstrebenden Entwicklung Irlands bewirkt.

Einzelnachweise

Weblinks

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Zeichen Tabelle: 5587

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