Tauschkurve

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Eigene Definition

Die Tauschkurve stellt in einem Schaubild dar, wie wiele Mengeneinheiten eines Importgutes ein Land gegen wieviele Mengeneinheiten eines Exportgutes bei unterschiedlichen relativen Preisen austauschen würde. Sie bedient sich dabei der Edge-Worth-Box oder auch Tauschbox genannt, wodurch sie man auch als eine Produktionskontraktkurve zwischen zwei Ländern sehen kann. Wenn man beide Tauschkurve sich in einem Schaubild schneiden, ergibt sich das internationale Tauschgleichgewicht, indem das Weltangebot und die Weltnachfrage gleich sind.


Alternative Definitionen

  • Die Tauschkurve bildet direkt ab, welche Handelsströme jedem gegebenen relativen Preis entsprechen.
  • Die Tauschkurve drückt die wechselseitige Abhängigkeit von Exportangebot und Importnachfrage aus.[1]
  • Tauschkurven sind die Zusammenfassung de Exportangebotes und der Importnachfrage eines Landes bei verschiedenen Austauschrelationen .[2]
  • Tauschkurve: Menger aller Haushaltsgleichgewichte. .[3]


Einordnung in der Aussenwirtschaft

Die Tauschkurve ist ein zentrales Element der Nachfrageanalyse in der Außenwirtschaft.


Steigung

Die Steigung einer Tauschkurve ergibt sich aus dem Verhältnis von verschiedenen relativen Preisen , , die innerhalb der Graphik angeordnet werden.


Edgeworth-Box

Die Edgeworth-Box analysiert durch eine Darstellung alle möglichen effizienten Güterallokationen , die zwei Individuen oder Marktteilnehmer an einem Markt vornehmen können , wobei eine feste Obergrenze an Gütermengen vorgegeben ist.

Durch die Verbindung aller möglichen Faktorkombinationen bei steigenden relativen Preisen, für welche die Grenzrate der Substitution gleich ist, ergibt sich dann eine Produktionskontraktkurve.

In der Mikroökonomie bezieht sich die Edge-Worth-Box auf die Güteallokation von zwei Gütern für zwei Individuen. In der Außenhandelstheorie bezieht sich die Edgeworth-Box auf das Tauschverhältnis von Import- und Exportgütern von zwei Staaten, dem Inland, meistens bezeichnet durch das Kürzel c (country) und dem Kürzel f (foreign country).

Grundmuster der Edgeworth-Box

Tauschkurve im Inland

Für das Inland wird die vertikale Achse mit den Importen (Df- Qf) und die horizontale Achse mit den Exporten (Qc-Dc) beschrieben, wobei Q für die Produktion steht und D für den Konsum steht. Die Tauschkurve entsteht, indem man verschiedene relative Preise des Inlands (Pc/Pf) einsetzt, und die dadurch entstandenen Punkte dann verbindet. Sie zeigt an, wie sich das Tauschangebot durch unterschiedliche Preisverhältnisse verändert. Sie verläuft konvex.

Tauschkurve im Inland

.[4]

Tauschkurve im Ausland

Für das Ausland wird die vertikale Achse mit den Exporten (Qf*-Df*) und die horizontale Achse mit den Importen (Dc*-Qc*) beschrieben. Die Vorgehensweise für das Ermitteln der Tauschkurve des Auslandes ist identsich mir der Tauschkurve für das Inland, mit dem Unterschiede, daß diese konkav verläuft.

Tauschkurve im Ausland

[5]

Elastizität der Tauschkurve

Die Elastizität der Tauschkurve ergibt sich aus dem Quotienten der prozentualen Änderung es realen Exportswertes und aus der prozentualen Änderung der Terms of Trade.

Laut den Marshall-Lerner-Bedingungen git bei einem Stabilen Gleichgewicht ein Gesamtelastizität über 1 und bei einem unstabilen Gleichgewicht eine Gesamtelastizität unter 1.

Internationales Tauschgleichgewicht

Ein internationales Tauschgleichgewicht entsteht, wenn die Import vom Inland gleich den Importen vom Ausland sind. Und die Exporte vom Inland gleich den Exporten vom Ausland sind.

Das Importgleichgewicht läßt wie folgt definieren: .

Das Exportgleichgewicht läßt wie folgt definieren: .

Internationales Tauschgleichgewicht

[6]

Kürzelindex

Bei Fragen hinsichtlich der Kürzelvergabe, machen Sie bitte die anhängende Tabelle auf.

Kürzelindex


Einzelnachweise

  1. Außenwirtschaft: mit Übungsaufgaben und Lösungen von Karl-Heinz Thielmann und Nikolaus Rollwage.- 3.Auflage-Köln:WRW-Verlag, 1999
  2. Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik
  3. PD Dr.Roland Kirstein
  4. Krugman, Paul R. und Maurice Obstfeld, Maurice, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, 7. Aufl., München: Pearson, 2006. 167-169
  5. Krugman, Paul R. und Maurice Obstfeld, Maurice, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, 7. Aufl., München: Pearson, 2006. 167-169
  6. Krugman, Paul R. und Maurice Obstfeld, Maurice, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, 7. Aufl., München: Pearson, 2006. 167-169

Quellenangabe

  • Außenwirtschaft: mit Übungsaufgaben und Lösungen von Karl-Heinz Thielmann und Nikolaus Rollwage.- 3.Auflage-Köln:WRW-Verlag,1999
  • Krugman, Paul R. und Maurice Obstfeld, Maurice, Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft, 7. Aufl., München: Pearson, 2006. 167-169
  • Mikroökonomik: mit Kontrollfragen und Lösungen/(Dirk Diedrichs, Marco Ehmers, Nikolas Rollwage).-3.Auflage-Köln:WRW-Verlag,2002




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