Spezifischer Zoll

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Definition spezifischer Zoll

Wird für eine Ware ein spezifischer Zoll zur Grundlage der Zollberechnung genommen, dann ist nicht der Wert sondern die Menge, die Größe oder das Gewicht maßgeblich.

Allgemein

Zoll:

Die Frage: „Wer hat´s erfunden“, muss man in diesem Fall mit: „ Der Griechische und der Lateinische Sprachkulturkreis“ beantworten. Der Zollbegriff geht auf das griechische Wort telos, das soviel wie endgültige Zahlung und das lateinische Wort teloneum, das soviel wie Abgabe bedeutet, zurück.

Funktionen des Zoll

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Zoll die Abgabe einer Gebühr, damit die Ware in die nächste Stadt oder in das nächste Land, über die nächste Brücke bzw. dem Fluss gebracht werden kann. Mit den Einnahmen hat sich der Zollerheber, meist ein Fürst oder Burgherr, bereichert. Heute werden die Abgaben für die Warenbewegung über die Staatsgrenzen erhoben. Zölle wurden und werden errichtet um vor nachteiligen Störungen die Einheimischen „Kaufleute“ zu schützen. Vorrangig sollten sie ihre Produkte an den Kunden bringen. Handelsleuten von außerhalb, d.h. sie reisen von Stadt zu Stadt und Land zu Land um ihre Produkte an den Mann zu bekommen, wurde es erschwert ihr Produkt überall anzubieten. Diese Handelsleute mussten eine Abgabe für die Einfuhr der Ware an den Zollstationen erbringen. Damit mussten sie ihr Produkt teurer verkaufen, weil sie den Verlust an den Zollstationen wieder kompensieren mussten, als die Einheimischen, die einen humaneren Preis an die Kunden weiter geben können. Ein englischer Nationalökonom verkündete 1776 ein treffendes Zitat.

„Wenn alle Nationen das liberale System der Ein- und Ausfuhr befolgen, so würde die verschiedenen Staaten … den verschiedenen Provinzen eines großen Reiches gleich. So wie unter den verschiedenen Provinzen eines großen Reiches die Freiheit des Binnenhandels aller Vernunft und Erfahrung zufolge nicht nur das beste Linderungsmittel einer Teuerung, sondern auch das wirksame Vorbeugungsmittel einer Hungersnot ist, würde dies die Freiheit des Aus- und Einfuhrhandels unter den verschiedenen Staaten sein“

(Adam Smith, 1723-1790, Nationalökonom).[1]

Damit schaffte Adam Smith, dass die einzelnen Politischen Staaten sich im Bezug auf die Zollerhebung sich einigten und die Zollgrenzen und die damit verbundenen Zollabgaben sich im Wesentlichen verbesserten.

Unterscheidungen bei der Zollgebühr

Es müssen aber noch weiterhin verschiedene Zollgebühren erbracht werden, z.B. der Schutzzoll oder der Strafzoll, damit eine gewisse Kontrolle über die eigene Volkswirtschaft behalten werden kann. Der Zoll wird in drei Bemessungsgrundlagen unterschieden. Es gibt den Wertzoll, den spezifischen Zoll, auch Gewichtzoll genannt und denn Mischzoll

(1) Bei dem Wertzoll erfolgt die Berechnung nach dem Preis zollpflichtiger Waren.

(2) Unterliegt eine Ware einem 'spezifischen Zollsatz', ist nicht ihr Zollwert für die Höhe des zu erhebenden Zolls entscheidend, sondern die jeweils spezifische Größe, wie z.B. die Menge, das Eigengewicht oder die Länge der Ware. Ist ein Zoll, dessen Bemessungsgrundlage das Gewicht der eingeführten Ware, dann ist ein Gewichtzoll für diese Ware zu erbringen, z.B. werden Gewichtzölle auf Tee, Kaffee, Tabak und Mineralöle erhoben. Uhren und Teppiche sind ein häufiges Beispiel, wenn die Menge oder Größe Grundlage der Zollberechnung ist. Der spezifische Zoll wird, bei Grenzübertritten der Importware, immer eine konstante Abgabe pro Produkteinheit zur Folge haben. Damit verliert der spezifische Zoll mit steigenden Weltmarktpreisen seine relative Bedeutung, während seine Bedeutung bei sinkenden Weltmarktpreisen wächst. Die Schweiz ist das Land, was das Prinzip des spezifischen Zoll umsetzt.



Ein Beispiel zur Berechnung des spezifischen Zollsatzes:

Ein Milchhändler möchte seine Milch weiterverkaufen. Die Milch, von zufriedenen Kühen gemolken, sollen von Deutschland nach Holland Exportiert werden. Am holländischem Zoll muss der Milchhändler für seine Milch einen spezifischen Zoll zahlen, d.h 2,50 € je 100 Liter. Der Milchhändler möchte 2000 Liter nach Holland Exportieren.

(a.) 2000 Liter/100 Liter = 20 Einheiten

(b.) 20 Einheiten * 2,50 € = 50 €

Der Milchhändler muss 50 € (spezifischen) Zoll zahlen um seine 2000 Liter Milch nach Holland Exportieren zu können.



(3) Der Mischzoll kommt zur Anwendung, wenn bei einer Preisschwankung die Mindest- bzw. die Höchstbelastung der einführenden Ware gewährleistet werden soll. Der Mischzoll ist eine Kombination aus Wertzoll und dem spezifischem Zoll.

Quellenangaben

  1. Lehrbuch des Europäischen Zollrechts 4.Auflage Witte/Wolfgang

2. Beispiel für die Berechnung des spezifischen Zoll. [[1]]

Weitere Links

Begriff Zoll:

1. http://de.wikipedia.org/wiki/Zoll_(Abgabe)

2. http://de.wikipedia.org/wiki/Zoll_(Einheit)

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