Medianwähler

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Begriff Median



Der Begriff "Median" stammt aus der Statistik und ist der Wert, der den Umfang einer Stichprobe genau in der Mitte (50%) teilt. Er heist auch "lagetypischer Mittelwert" und ist im Gegensatz zum Arithmetischen Mittel nicht gewichtet.

Medianwählertheorem



Das Medianwählertheorem geht auf Duncan Black (1948) zurück. Es geht zunächst von zwei Voraussetzungen aus:

  1. Ein Zweipaarteiensystem (oder zwei Kandidaten)
  2. Eine eingipfelige Verteilung der Präferenzen

Unter diesen Bedingungen setzt sich der Medianwähler durch, das heißt die Mehrheit der Wähler siedelt sich am Median an. Nimmt man an, Erwartungswert und Median liegen aufeinander, kann man davon ausgehen das die Standartabweichung s (links und rechts vonm Erwartungswert) ca. 68% der gesammten Wähler beträgt. Das wäre die absolute Mehrheit. Somit entscheidet die Präferenz des Medianwählers über das politische Program der Parteien.


Medianwählertheorem

Probleme



Beim Medianwählertheorem handelt es sich um eine Theoretische Betrachtung. In der Realität ergeben sich Probleme die dessen Anwendung ausschließen.


1. Meist mehr als zwei Partein

2. Politische Ausrichtung der Parteien nicht so klar polarisiert

3. Die Eingipfeligkeit ist nicht vorhanden

Die Programme vieler Parteien liegen inhaltlich nah beieinander also nicht an zwei entgegengesetzten seiten einer Skala. Viele Wähler bevorzugen eine Partei, obwohl sie mit deren Programm nicht völlig übereinstimmen, kaum ein Wähler wählt extrem rechts oder links. Aus diesen Gründen ist in der Realität eine Eingipfeligkeit nicht gegeben.

Beispiel


Zwei politische Parteien die zur Wahl stehen haben genau entgegengesetzte Programme bezüglich eines Themas. Zum Beispiel die Einführung eines Mindestlohns. Die eine Partei will unter keinen Umständen einen Mindestlohn einführen, die andere fordert einen sehr hohen Mindestlohn. Keine der beiden Paarteien wird ein hohes Wahlergebnis erreichen, da die politischen Ausrichtungen zu extrem für die Mehrheit der Wäler sind. Die Mehreheit bevorzugt eine Position zwischen den beiden Extremen. Dies bezeichnet man als die Präferenz des Medianwählers.

Quellen



http://www.polwiss.fu-berlin.de/more/coe/lehre/WiSe2004-2005/15055_V/06Demokratietheorie%20und%20Parteienwettbewerb.pdf

http://www.wiwi.uni-bremen.de/traub/FinanzwissenschaftKapitel8mit4auf1.pdf

Uwe Pipiorke